Maßnahmen

Insgesamt gibt es viele Maßnahmen, die die Biodiversität im Acker und im Grünland fördern und zum Klimaschutz beitragen. Die Entscheidung, welche Maßnahme auf den jeweiligen Flächen des zu beratenden Landwirtschaftsbetriebes die „Beste“ ist, muss die Beratungskraft individuell für jede Fläche treffen. Dies ist nur in Absprache mit den Bewirtschafter:innen möglich, da diese die Maßnahmen mit den entsprechenden Arbeitsprozessen auf ihren Flächen umsetzen. Vorab ist es wichtig, die Standortgegebenheiten zu erkennen und die zu fördernden Ziele oder auch Zielarten festzulegen. Nur dann können die passenden Maßnahmen ausgewählt werden. 

Im nassen Grünland bietet es sich beispielsweise an, feuchtgrünlandabhängige Vogelarten, Amphibien oder Biotoptypen zu fördern. Auf trockenen Ackerstandorten guckt die Beratungskraft z.B., welche Ackerwildkräuter bereits vorkommen und wie sie gefördert werden können. Meist reicht es nicht aus, eine einzige Maßnahme auszuwählen, um damit alle Ziele zu erreichen. Auch die Einbettung in den Landschaftsraum sollte nach Möglichkeit mitberücksichtigt werden. 

Insgesamt ist auch eine gute Vernetzung der Beratenden vorteilhaft, um sich zu den vielen Arten und Möglichkeiten auszutauschen und auch bei ganz konkreten Fragen Unterstützung von den jeweiligen Fachleuten zu bekommen.

Bei sehr vielen Maßnahmen ist eine Förderung über Richtlinien des Landes Brandenburg möglich, z.B. als Agrarumweltmaßnahme oder als Vertragsnaturschutz. In unserer Infothek finden Sie Erfahrungsberichte und Details zu einzelnen Maßnahmen.

Wissen zum aktuellen Stand der Förderkriterien und Regularien ist daher eine wichtige Grundlage für die Beratung. Dabei ist zu beachten, dass sich Anforderungen oder Termine im Laufe einer Förderperiode ändern können oder Förderprogramme bereits ausgeschöpft sind. Auch für das Antragsjahr 2026 der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gab es Anpassungen: Betroffen sind v.a. die Konditionalität, gekoppelte Direktzahlungen und verschiedene Ökoregelungen. Hilfreich ist hier die Vernetzung der Beraterunterkräfte untereinander.  

  • Ackerbrache
  • Verzicht auf Striegeln im Vor- und Nachauflauf 
  • Späte Stoppelbearbeitung 
  • Lichtacker durch Drilllücken, reduzierte Aussaatstärke oder weite Reihe 
  • Hochschnitt im Kleegras 
  • Extensive Grünlandnutzung durch Anpassung Schnitthäufigkeit oder reduzierter Tierbesatz
  • Naturschutzfachliche Nutzungstermine im Rahmen von Beweidung und Mahd (frühe/späte Nutzung, zeitlich versetzte Nutzung, mosaikartige Nutzung) 
  • Düngereduktion/Null-Düngung 
  • Ergebnisorientierte Maßnahmen: Kennartennachweis auf artenreichen Wiesen und Weiden 
  • Etablierung von Altgrasstreifen
  • Agroforst (wie Heckenanlage und -pflege, Streuobstanlage)
  • Blüh- und Ackerrandstreifen 
  • Lesesteinhaufen 
  • Totholzhaufen 
  • Bienenwall

Flyer & Broschüren des Deutschen Verbands zur Landschaftspflege 
Publikationen | DVL

Landwirtschaft für Artenvielfalt (LfA) 
Maßnahmen im Ackerbau, Grünland und Landschaftselemente

Maßnahmenfinder Biodiversität der Landwirtschaftskammer NRW
Maßnahmenfinder

Maßnahmenkatalog der Naturschutzberatung Schleswig-Holstein
Maßnahmen mit Fördermöglichkeiten

AgrarNatur-Ratgeber der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
AgrarNatur-Ratgeber

Insektenschutz auf Grünflächen

BROMMI: Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz